05250-7089333 info@ergoplusphysio.de

Ergotherapie

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen. Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt so viel wie:

Gesundung durch Handeln und Arbeiten

Ergotherapie deckt ein großes Behandlungsspektrum ab, durch jeweils auf bestimmte Krankheitsbilder ausgerichtete Behandlungsmethoden. Je nach Krankheitsbild werden folgende Maßnahmen, die jeweils individuell zusammengestellt und angepasst werden, durchgeführt:

  • Trainieren und Anbahnen von körperlichen Bewegungsabläufen nach Bobath, Affolter und/oder Perfetti z.B. Gangschulung
  • Trainieren von Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination mit Schwerpunkt Rumpf und obere Extremität. So werden Bewegungseinschränkungen richtig kompensiert oder gar gänzlich behoben. Die Geschicklichkeit wird erhöht und die Kraft wird wieder handlungsorientiert koordiniert.
  • Training zur Selbsthilfe: Waschen, Anziehen,Essen, Schlucken und Trinken
  • Trainieren des Alltags: Einkaufen, Umgang mit Geld, Telefonieren, Umgang mit anderen Kommunikationsmitteln, Orientieren im Straßenverkehr, Zeiteinteilung, Tagesstrukturierung, Umgang mit Medikamenten u.s.w.
  • Trainieren mit technischen Hilfsmitteln
  • Trainieren der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Antriebs, der Konzentration, des Gedächtnisses und der Ausdauer
  • Trainieren bei neuropsychologischen Ausfällen, z.B. bei Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns
  • Räumlich konstruktive Störungen, nach den Konzepten der sensorischen Integration des Jean Ayres und der kognitiv therapeutischen Übungen nach Perfetti
  • Beraten, Anleiten und Schulen der Angehörigen im Umgang mit dem Patienten
  • Zum Aufgabenfeld der Ergotherapeuten gehört auch die Analyse der Wohnsituation und Wohnumgebung, um auch hier, durch eine entsprechende Wohnraumgestaltung, die größtmögliche Eigenständigkeit des Patienten zu erreichen. Die geschieht in Absprache mit dem Pflegepersonal sowie den Physiotherapeuten oder dem Sozialarbeiter.
  • Stützung der Patienten in psychischen Krisen

(Definition der Ergotherapie nach dem Bundesverbande für Ergotherapeuten in Deutschland e.V)

Wie erhalte ich Ergotherapie?

Ärztliche Verordnung

Die ärztliche Verordnung von Heilmitteln wie Ergotherapie erfolgt nach den Heilmittelrichtlinien.
Alle Ärzte sind gehalten nur das medizinisch Notwendige, wirtschaftlich Zweckmäßige, ausreichend zu verordnen.
Zwischen Ärzten und Ergotherapeuten soll ein Informationsaustausch die Zielgerichtetheit und Qualität der Behandlung abstimmen.
Ohne ärztliche Verordnung kann keine Heilmittelbehandlung begonnen werden.
Die Grundsätze der Heilmittelverordnung sind im Kapitel II der Heilmittelrichtlinien nach § 92 SGBV durch den Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen geregelt.

Leistungen der Privatversicherung

Erhält ein Privatversicherter eine Verordnung zur Ergotherapie, so gelten die Bedingungen der gesetzlichen Krankenkasse nicht. Für die Finanzierung der Ergotherapie erhalten Sie von uns einen Kostenvoranschlag, der Ihrer Kasse zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Weitere Absprachen müssen mit uns persönlich getroffen werden.

 

Zusatzleistungen

Präventionsmaßnahmen oder Beratungsangebote ohne ärztliche Verordnung können nur nach ausführlichem
Gespräch und Behandlungsvertrag begonnen und müssen privat finanziert werden.

Fachbereiche der Ergotherapie

Handtherapie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Handtherapie? rheumatische Erkrankungen orthopädische Erkrankungen nervale Störungen vor oder nach Operationen CRPS („Sudeck“) Behandlungsschwerpunkte sind: Manuelle Therapie zur Entlastung und Schmerzlinderung zur Funktionsverbesserung zur besseren Gelenkversorgung Sensibilitätstraining zur Verbesserung der Sensibilität und der Körperwahrnehmung im Bereich der Hand Funktionelle Übungsbehandlung Verbesserung der Feinmotorik zum Erhalt und zur Verbesserung der Beweglichkeit zur Prophylaxe von Fehlstellungen Entwicklung eines Eigenübungsprogramms zur Anregung des Stoffwechsels im Gelenk Gelenkschutzberatung zur Schonung der Gelenke, Prophylaxe von Fehlstellungen und Schmerzen Vermittlungen von Informationen, damit der Alltag eigenverantwortlich geplant werden kann; dadurch findet häufig auch eine evtl. psychische Stabilisierung statt Hilfsmittelberatung zur Verbesserung der Alltagskompetenz zur Entlastung der... weiter lesen

Ergotherapie in der Psychiatrie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Psychiatrie? Behandelt werden Menschen mit folgenden Krankheitsbildern psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen Suchterkrankungen Depressionen altersbedingten Funktionsabbau z.B. Demenz hirnorganisches Psychosyndrom Ergotherapeutische Behandlungsmaßnahmen Verbesserung der psychischen Grundleistungsfähigkeiten z.B. Orientierung, Merkfähigkeit, Belastbarkeit, Ausdauer, Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung, Zeiteinteilung, Konzentration und Aufmerksamkeit Verbesserung seelischer Funktionen wie Initiative, Antrieb, Motivation, Interesse, Selbstvertrauen, Interaktion, Eigen- und Fremdwahrnehmung Verbesserung kognitiver Funktionen wie Handlungsplanung und Handlungsdurchführung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit Verbesserung von psychischen und medikamentös-toxischen eingeschränkten körperlichen Funktionen z.B. Antriebsregulierung, Sensomotorik, Koordinationsleistung Verbesserung der zur Erhaltung der Selbständigkeit erforderlichen Funktionen z.B. lebenspraktische Fähigkeiten, Entscheidungsfähigkeit, Orientierungs- und Wahrnehmungsfunktionen, Mobilisation kognitiver, motorischer und sozioemotionaler Fähigkeiten Was beinhaltet die Ergotherapie ? handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten gruppendynamische Prozesse Körpererfahrungen und Schulungen der Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen Hirnleistungstraining Trainigsmaßnahmen für die Selbständigkeit im Alltag Arbeitstherapeutische Maßnahmen Im Wesentlichen sind dabei drei Behandlungsansätze von Bedeutung: Die kompetenzzentrierte Methode umfasst einen ergebnisorientierten Ansatz mit prozessorientierten Anteilen, bei dem der Patient ausgewählte Techniken und Tätigkeiten ausführt, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten zu erlernen oder zu üben. Bei der interaktionellen Methode handelt es sich um ein überwiegend prozessorientiertes Gruppenangebot, das auch ergebnisorientierte Anteile haben kann. Dabei steht die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder miteinander im Vordergrund. Die ausdruckzentrierte Methode beinhaltet einen prozessorientierten Ansatz, bei dem der Patient über kreativ zu gestaltende Angebote zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen, Wünschen und Strebungen angeregt wird. Eine Behandlung bei psychischen Störungen ist auch angezeigt, um bei der Verarbeitung eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufes zu helfen oder den praktischen Umgang mit einer bleibenden schweren Schädigung zu... weiter lesen

Ergotherapie in der Geriatrie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Geriatrie? In der Geriatrie wird die Ergotherapie bestimmt durch Erkrankungen die gemäß dem Alterungsprozess einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Die typischen Krankheitsbilder sind: Neurologische Erkrankungen wie: – Schlaganfall – Morbus Parkinson – Multiple Sklerose Dementielle Erkrankungen wie z.B. Morbus Alzheimer Degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems Zustand nach Frakturen, Amputationen und Tumorentfernung Depression, Psychosen und Neurosen Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie in der Geriatrie? Das Ziel der Ergotherapie in der Geriatrie ist es, die größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten. Dafür ist es notwendig, verloren gegangene Funktionen wieder zu aktivieren und vorhandene Fähigkeiten zu erhalten. Die ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet: 1. Förderung der motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit Spiel und Sportangebote Bewegungsgruppen Handwerksangebote 2. Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten Hirnleistungstraining Orientierung in Zeit, Ort, Raum und Personen Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit Übungen zur Verbesserung der Wahrnehmung und der Sensibilität 3. Anleitung zur Selbsthilfe Ess- und Trinktraining Wasch- und Anziehtraining Toilettengänge Fortbewegung Kommunikation 4. Erhalt der psychischen Stabilität durch: Handwerk Gespräche Gruppenaktivitäten Freizeitaktivitäten Förderung der zwischenmenschlichen Interaktion 5. Beratung, auch der Angehörigen, und... weiter lesen

Ergotherapie in der Orthopädie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Orthopädie? Behandelt werden Menschen mit Störungen des Bewegungsapparates bei/ nach Frakturen der oberen Extremität Amputationen Querschnittslähmungen Verletzungen von Muskeln und Sehnen der oberen Extremität Verbrennungen entzündliche, degenerative und systemische Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis posttraumatische Reflexdystrophie Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie in der Orthopadie? das Erreichen größtmöglicher Selbständigkeit im beruflichen, schulischen und häuslichen Alltag Erweiterung des gesamten Bewegungsausmaßes aller Gelenke Herstellung und Erprobung von Adaptationen, Hilfsmitteln und Schienen einüben schmerzarmer und kompensatorischer Bewegungsabläufe umtrainieren der Gebrauchshand Wohnraumanpassung Behandlungsmaßnahmen können sein Muskelfunktionstraining zur Bewegungsanbahnung, Steigerung der Belastbarkeit und Ausdauer, Kraftzunahme Koordinationstraining Gelenkmobilisation zum Erhalt und zur Verbesserung des vorhandenen Bewegungsausmaßes und physiologischer Bewegungsabläufe Behandlung sensibler Dysfunktionen durch Schulung der Sensibilität Thermische Anwendungen Gelenkschutztraining Beratung über geeignete Hilfsmittel, deren Erprobung, Beschaffung, Anpassung und Einübung im Umgang damit... weiter lesen

Ergotherapie in der Neurologie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Neurologie? Menschen mit Erkrankungen des Zentralnervensystems, z.B.: nach Schlaganfall/ Apoplex bei Tumoren Multipler Sklerose Morbus Parkinson entzündlichen Erkrankungen des Gehirns Traumen des Nervensystems, z.B.: Schädelhirntraumen Rückenmarkläsionen peripheren Lähmungen degenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems Polyneuropathien   Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie in der Neurologie? das Wiedererlangen von Handlungsfähigkeit und damit größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen im häuslichen und beruflichen Alltag steht im Mittelpunkt. Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnen normaler Bewegungen Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/sensorische Integration Verbesserung der zentral bedingten Störungen von Grob- und Feinmotorik zur Stabilisierung sensomotorischer Funktionen Verbesserung von neuropsychologischen Defiziten und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen erlernen von Ersatzfunktionen Entwicklung und Verbesserung der sozio-emotionalen Fähigkeiten, u. a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte oder der Kommunikation Beratung bzgl. geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld, ggf. Herstellung und Anpassung von Hilfsmitteln Stärkung, Förderung oder Wiederherstellung von Selbstwert und Identität   Inhalte der Therapie motorisch-funktionelle Behandlung z.B. nach Bobath und PNF Wahrnehmungsschulung z.B. nach Perfetti und Affolter Orofaciale Behandlung nach Castillo Morales Training von Alltagsaktivitäten Dinge des täglichen Lebens, z.B. Elemente aus der Küchenarbeit, der Hausarbeit, der täglichen Körperpflege, dem Werken und Schaffen... weiter lesen

Ergotherapie in der Pädiatrie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Pädiatrie? Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit: körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsschwächen grob- und feinmotorischen Koordinationsschwächen graphomotorischen Schwierigkeiten Störungen der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen (Wahrnehmungs- / Sensorischen Integrationsstörungen) Verhaltensstörungen in Form von Ängstlichkeit, aggressivem Verhalten, Hyperaktivität ADS (Aufmerksamkeitsstörung), Einnässen und Einkoten, regressivem Verhalten Teilleistungsschwächen, wie Lese – Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie Spielentwicklungsverzögerungen Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie in der Pädiatrie? Zu Beginn einer ergotherapeutischen Behandlung erfolgen ein ausführliches Anamnesegespräch und eine Befunderhebung um ein einheitliches Bild zu erlangen. Durch die differenzierte Beobachtung der Handlungsqualität im freien Spiel und bei gezielten Aufgabenstellungen werden dann folgende Ziele erarbeitet: die größtmöglichste Selbständigkeit im Alltag, in der Schule und im sozialen Umfeld zu erreichen Entwicklung und Verbesserung der Motorik, Koordination, Wahrnehmung und Kommunikation Vermeidung von Folgeschäden und Entwicklungsverzögerung Verbesserung von kognitiven Leistungen wie Konzentration, Ausdauer, Gedächtnisleistung und Handlungsplanung Entwicklung und Verbesserung feinmotorischer Koordination Verbesserung der Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen   Standardisierte Testverfahren, ergänzen die ergotherapeutische Diagnostik. Begleitende Gespräche mit den Eltern und Bezugspersonen des Kindes (z.B. Erziehern und Lehrern) sind wichtiger Bestandteil der Therapie. Ihnen soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, die Schwierigkeiten der Kinder zu verstehen und nach ihren Möglichkeiten das Umfeld, den Bedürfnissen der Kinder entsprechend, zu gestalten. Welche Behandlungen werden angewendet? Sensomotorische Integrationstherapie (SI) nach Ayres ist ein Therapiekonzept, bei dem die Aufnahme von Sinnesreizen, ihre Weiterleitung im Nervensystem und ihre Deutung im Gehirn zum Handlungsgebrauch im Vordergrund stehen. Dieser Vorgang ist u.a. die Grundlage von Bewegung, Sprache und Lernen sowie der Schlüssel für eine sinnvolle Handlung. Handling nach dem Bobath-Konzept gibt Hilfestellung für die Bewältigung von Alltagshandlungen in Bezug auf Handlungskompetenz und Bewegungskoordination. Wahrnehmungsbehandlung nach M.... weiter lesen

Hausbesuche

Da allen Patienten eine optimale Versorgung ermöglicht werden soll, sind wir gerne bereit, bei Patienten die schwere Erkrankungen haben, die Behandlung zu Hause durchzuführen. Hierfür ist eine entsprechende Verordnung des Arztes über Hausbesuche... weiter lesen

Kontakt

3 + 14 =