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Ergotherapie in der Psychiatrie

Wer wird ergotherapeutisch behandelt in der Psychiatrie?

Behandelt werden Menschen mit folgenden Krankheitsbildern

  • psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen
  • Suchterkrankungen
  • Depressionen
  • altersbedingten Funktionsabbau z.B. Demenz
  • hirnorganisches Psychosyndrom

Ergotherapeutische Behandlungsmaßnahmen

  • Verbesserung der psychischen Grundleistungsfähigkeiten z.B. Orientierung, Merkfähigkeit, Belastbarkeit, Ausdauer, Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung, Zeiteinteilung, Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Verbesserung seelischer Funktionen wie Initiative, Antrieb, Motivation, Interesse, Selbstvertrauen, Interaktion, Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Verbesserung kognitiver Funktionen wie Handlungsplanung und Handlungsdurchführung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit
  • Verbesserung von psychischen und medikamentös-toxischen eingeschränkten körperlichen Funktionen z.B. Antriebsregulierung, Sensomotorik, Koordinationsleistung
  • Verbesserung der zur Erhaltung der Selbständigkeit erforderlichen Funktionen z.B. lebenspraktische Fähigkeiten, Entscheidungsfähigkeit, Orientierungs- und Wahrnehmungsfunktionen, Mobilisation kognitiver, motorischer und sozioemotionaler Fähigkeiten

Was beinhaltet die Ergotherapie ?

  • handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten
  • gruppendynamische Prozesse
  • Körpererfahrungen und Schulungen der Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen
  • Hirnleistungstraining
  • Trainigsmaßnahmen für die Selbständigkeit im Alltag
  • Arbeitstherapeutische Maßnahmen

Im Wesentlichen sind dabei drei Behandlungsansätze von Bedeutung:
Die kompetenzzentrierte Methode umfasst einen ergebnisorientierten Ansatz mit prozessorientierten Anteilen, bei dem der Patient ausgewählte Techniken und Tätigkeiten ausführt, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten zu erlernen oder zu üben.

Bei der interaktionellen Methode handelt es sich um ein überwiegend prozessorientiertes Gruppenangebot, das auch ergebnisorientierte Anteile haben kann. Dabei steht die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder miteinander im Vordergrund.

Die ausdruckzentrierte Methode beinhaltet einen prozessorientierten Ansatz, bei dem der Patient über kreativ zu gestaltende Angebote zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen, Wünschen und Strebungen angeregt wird. Eine Behandlung bei psychischen Störungen ist auch angezeigt, um bei der Verarbeitung eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufes zu helfen oder den praktischen Umgang mit einer bleibenden schweren Schädigung zu verbessern.